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Wir über uns

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Rückblick auf 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weißenburg

Einleitung und Gründung

Viele unserer Mitbürger wissen von der Feuerwehr nicht mehr, als dass es uns gibt, wir rote Autos haben und aus erstaunlichen Gründen eigentlich immer dann zur Stelle sind, wenn schnelle Hilfe benötigt oder eine plötzlich auftretende Notlage beseitigt werden muss.

Dass es sich bei den allermeisten Feuerwehren in Deutschland um eine ehrenamtlich und unentgeltlich arbeitende Hilfsorganisation handelt, ist vielen Bürgern nicht bewusst. Es wird rund um die Uhr professionelle Hilfe erwartet, ohne sich letztlich Gedanken darüber zu machen, wer hinter den Männern und Frauen in den Uniformen steckt. Wieviel Engagement, Weiterbildung, Arbeit und Verzicht auf Freizeit und Familienleben notwendig ist, um diese Erwartungshaltung erfolgreich erfüllen zu können.

Diese Erwartungshaltung der schnellen Hilfe gibt es seit der Gründung der Feuerwehren - hier bei uns in Weißenburg vor mehr als 150 Jahren - auf der ganzen Welt.

Die Erfüllung dieser von der Gesellschaft geforderten Aufgabe ist, so schreibt es das bayerische Feuerwehrgesetz, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten. In unserem Fall also der Stadt Weißenburg mit dem jeweiligen Oberbürgermeister an der Spitze. Ihr obliegt es, für die Ausrüstung der Feuerwehren im Stadtgebiet Sorge zu tragen. Die Umsetzung dieser Pflichtaufgabe erfüllt die Stadt Weißenburg im Gegensatz zu manch anderer Gemeinde schon immer in vorbildlicher Weise. Gerätehaus, Fahrzeuge und Ausrüstung sind in einem hervorragenden Zustand, defekte oder technisch überholte Gerätschaften werden zeitnah ersetzt und sinnvolle Neuentwicklungen werden ebenfalls zügig beschafft. Die Ausbildung der aktiven Feuerwehrmannschaft wird finanziell bestmöglich unterstützt.

Die Feuerwehr Weißenburg ist im weiten Umkreis bekannt als hervorragend ausgerüstete, schlagkräftige Wehr und das schon seit 150 Jahren.

Gründungsmitglieder

Ein Blick in die Annalen bestätigt dies. Nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg in den Jahren 1866/1867 übernahmen die ersten 47 freiwilligen Feuerwehrmänner im Laufe der folgenden Jahre die komplette Feuerwehrausrüstung der Pflichtfeuerwehr.

Erster Kommandant wurde der Zimmerermeister Georg Probst. Die erste Unterkunft war im sogenannten Steinkasten in der Bachgasse. Ihre erste Bewährungsprobe hatte die Wehr am 18. März 1867, als sie zu einem Brand in die Krone gerufen wurde. Im Einsatzprotokoll war zu lesen:

„Feuer in der Krone, Kellerbrand, Schaden unbedeutend“.

 

Die Alarmierung erfolgte durch läuten der Sturm- und Feuerglocke durch den Türmer auf dem Turm der Andreaskirche. Feuerfahne und LaterneDie Richtung zum Brandherd zeigte tagsüber eine rote Fahne und nachts eine rote Laterne an. 1875 übernahm der Fabrikant Friedrich Tröltsch das Amt des Kommandanten, er führte die Wehr bis 1898. Während seiner Dienstzeit wurde unter anderem ein Steigerturm an der Niederhofener Straße errichtet und die Lederschläuche wurden gegen Hanfschläuche ausgetauscht.

Verluste im Ersten Weltkrieg

Von 1898 bis 1924 führte Karl Wägemann die Wehr. In diese Zeit fiel der erste Weltkrieg, der auch an der Weißenburg Wehr nicht spurlos vorrüberging. So kann man im Protokoll der Generalversammlung von 1916 nachlesen, dass 1914/15 10 Mann gefallen und 2 Kameraden vermisst waren. Bei einem Mitgliederstand von 110 Mann ein nicht unerheblicher Aderlass, da ja auch sehr viele, vor allem jüngere Mitglieder, noch immer im Felde standen. Das 50jährige Gründungsjubiläum wurde kriegsbedingt nicht gefeiert.

Alarmierung

Bereits 1920 konnte eine erste stille Alarmierung mit Weckerlinien aufgebaut werden. Eine für die damalige Zeit hochmoderne Einrichtung. 25 Wehrmänner, die schon einen Telefonanschluss hatten, erhielten diese Feuerglocken in ihren Wohnungen installiert. Ausgelöst wurden sie von der damaligen Polizeiwache im Verwaltungsgebäude. Diese Technik hatte bis Anfang der 70iger Jahre Bestand.

Umzug in das Feuerwehrhaus Schranne

1924 wurde Karl Groner zum neuen Kommandanten gewählt. Im darauffolgenden Jahr zog die Wehr vom Steinkasten in die Schranne um.

Steinkasten
"Steinkasten" in der Bachgasse (Foto: Stadt Weißenburg i. Bay.)
Schranne
Schranne (Foto: Stadt Weißenburg i. Bay.)

Auch hielt die Motorisierung Einzug mit einer sogenannten Lafettenspritze, dem Vorgänger unserer heutigen Tragkraftspritze. Als Zugfahrzeuge dienten zum einen das Postauto, zum anderen Lastwagen von einigen Rund um die Schranne wohnenden Händlern und Spediteuren.1930 erhielt die Feuerwehr das lang ersehnte erste Fahrzeug. Ein nach den Plänen der Feuerwehr von Magirus in Ulm gebauter Mannschafts- und Gerätewagen. Für die damalige Zeit ein sehr fortschrittliches Fahrzeug, da es bereits über einen geschlossenen Mannschaftsraum verfügte. Feuerwehrautos hatten damals üblicherweise eine offene Kabine, da der abgehärtete Feuerwehrmann, so war die Meinung, keines Wetterschutzes bedurfte. Da waren die Weißenburger scheinbar lieber etwas verweichlicht, kamen aber trocken und warm an der Einsatzstelle an und nur einige Jahre später wurden alle Feuerwehrautos so gebaut. Es war einige Jahre das einzige Feuerwehrauto in einem Umkreis von 50 km.

Motorosierter Löschzug 1930
Motorisierter Löschzug 1930 vor der Zentralschule

Zweiter Weltkrieg

1933 begann auch für Weißenburg die unrühmliche Zeit der braunen Herrschaft. Und so wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr eine Feuerlöschpolizei. Während der Kriegsjahre mussten wieder viele Kameraden einrücken und waren mit der teilweise anschließenden Kriegsgefangenschaft lange Jahre für die Wehr nicht mehr verfügbar. Mit Beginn des Bombenkrieges der Alliierten gegen deutsche Städte musste auch unsere Wehr zu Löscharbeiten unter anderem bis nach Nürnberg ausrücken. Weißenburg selbst blieb zum Glück vor größeren Angriffen verschont, jedoch mussten am 23. Februar 1945 21 Bewohner der Häuser „Am Hof“ beim Angriff alliierter Bomber ihr Leben lassen. Größere Brände brachen jedoch nicht aus, da Spreng- und keine Brandbomben abgeworfen wurden. Mit dem Kriegsende war auch die Weißenburger Wehr an einem Tiefpunkt angelangt. Der Krieg hatte große Lücken in die Reihen der Mannschaft gerissen. Das Material war zerschlissen und ein erst im Jahr 1944 von der Stadt gekauftes Löschfahrzeug war gestohlen worden. Kommandant Groner wurde von der amerikanischen Militärregierung als belastet eingestuft und abgesetzt.

Wiederaufbau und Neuanfang

Otto Wägemann wurde von der Besatzungsmacht zum neuen Kommandanten bestimmt. Ihm fiel die schwere Aufgabe des Wiederaufbaues der Feuerwehr zu. Einen Lichtblick gab es jedoch: durch den Mut und die Entschlossenheit einiger Wehrmänner hatte die Weißenburger Wehr unmittelbar nach Kriegsende, als einzige im weiten Umkreis, eine funktionsfähige Drehleiter DL 26 in ihrem Bestand. Das 1943 für die Luftwaffe gebaute Fahrzeug war beim Rückzug der deutschen Truppen in der Nähe Weißenburgs liegengeblieben. Die Männer schleppten es kurzentschlossen ab und versteckten es, bis der Krieg endgültig vorbei war. 1946 kaufte die Stadt eine neue Magirus Tragkraftspritze TS 8/8 und von den Amerikanern wurde ein gebrauchter Jeep übernommen, der mit einer großen Schlauchhaspel ausgerüstet wurde. Schrittweise wurde neues Material gekauft, bis endlich 1957 mit einem Magirus Tanklöschfahrzeug TLF 16 der Wunsch der Wehr nach einem zeitgemäßen Fahrzeug erfüllt werden konnte. Dieses Auto ist übrigens wieder an seinen Entstehungsort nach Ulm zurückgekehrt. Es steht heute, als Dauerleihgabe, in der Ausstellungshalle der Magirus GmbH.

Neue Tore für die Schranne

1958 stellte Wägemann sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung. Nachfolger wurde Ludwig Huber, der 10 Jahre Kommandant bleiben sollte. Unter seiner Regie wurde der Fuhrpark weiter erneuert. 1959 wurde der alte Mannschaftswagen und der Jeep verkauft und ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS gekauft. Es hat sich bis heute als Traditionsfahrzeug erhalten.

LF 16-TS

Von der Bundespost erhielt die Wehr einen ausgemusterten Opel Blitz Landpostwagen, der zum Mehrzweckfahrzeug umgebaut wurde. Als Kommandowagen diente ein Opel Kapitän PKW. Auch das Gerätehaus erhielt größere Umbauten. Am auffälligsten waren die neuen großen Tore an der Nordseite des Gebäudes. In seinem Inneren wurde ein Lehrsaal, Dusch- und Waschraum und eine Toilettenanlage eingebaut und der Schlauchturm erhielt einen elektrischen Aufzug.

Funkalarmierung wird eingeführt

1967 feierte die Wehr ihr 100 jähriges Jubiläum. An der Generalversammlung 1969 trat Ludwig Huber, nachdem es zu internen Differenzen gekommen war, als Kommandant zurück. Seine Nachfolge übernahm August Knaupp, der nach nur fünfjähriger, jedoch sehr erfolgreicher Amtszeit, aus beruflichen Gründen zurücktrat. Während seiner Amtszeit erhielt die Feuerwehr eine neue Drehleiter DL 30 und der Feuerwehrverein kaufte als Ersatz für den Opel Blitz einen Mercedes Kastenwagen, der in Eigenregie zum Mehrzweckfahrzeug ausgebaut wurde. 

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Von der aufgelösten Stadtpolizei wurde ein VW Bus übernommen und zum Atemschutzgerätewagen umgebaut. Ab 1972 hatte die alte Alarmierungsanlage aus den 20iger Jahren ausgedient. Die Alarmierung über Funk hielt Einzug. 70 Funkwecker wurden gekauft. Die Feuerwehrfahrzeuge erhielten Funkgeräte, auf der Wülzburg wurde eine Relaistelle eingerichtet und in das Gerätehaus eine Funkzentrale eingebaut. Im Zuge der Gebietsreform kamen neun zusätzliche Feuerwehren zur Stadt, die es einzugliedern galt. Sie bestehen bis heute noch als eigenständige Feuerwehren in den zur Stadt gehörenden Ortsteilen.

Neubau Gerätehaus in der Schlachthofstraße

Ab Januar 1974 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 1991 führte Hubert Jaschke die Geschicke der Wehr. Mit großer Sicherheit war der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Schlachthofstraße der Höhepunkt seines Schaffens als Kommandant. Das bisherige Gerätehaus in der Schranne war durch den stetig gewachsenen Fuhrpark viel zu klein und entsprach in keiner Weise mehr den Anforderungen an eine moderne Stützpunktfeuerwehr. An Fahrzeugen kamen neu hinzu ein Ford Transit als Atemschutzgerätewagen (eine Spende der Herrmann Gutmann Werke) und ein, vom Katastrophenschutz erworbener, Hilfsrüstwagen auf Unimog Fahrgestell, der zum Schlauchwagen umgebaut wurde.

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1981 erhielt die Wehr, als Ersatz für das im Jahr 1957 beschaffte Tanklöschfahrzeug, ein Neues. Dieses Fahrzeug ist 2017, nach fast 36 Jahren im Einsatzdienst, an die im Aufbau befindliche Feuerwehr in Snyatin in der Westukraine abgegeben worden.

TLF 16

 Dort leistet es den Kameraden wertvolle Hilfe. Im Mai 2018 besuchte eine sechsköpfige Delegation aus Weißenburg für vier Tage die Kameraden in der Ukraine. Land und Leute konnten kennengelernt werden und für die Teilnehmer des Besuches wurde die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

1987 musste ein neuer VW Bus gekauft werden, nachdem das Vorgängermodell auf einer Einsatzfahrt unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde. Der Bus war Totalschaden, wie durch ein Wunder blieben die darinsitzenden Kameraden nahezu unverletzt. 1989 erhielt die Wehr vom Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen einen Rüstwagen RW 2 und 1991 einen Gerätewagen Gefahrgut zur Verfügung gestellt. 1991 gab Hubert Jaschke altersbedingt den Posten des Kommandanten an Rudolf Prager ab, der nach nur vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Amt wieder zur Verfügung stellen musste. In seine Dienstzeit fielen die Feierlichkeiten zum 125 jährigen Gründungsjubiläum, es wurde die Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen und 1993 erhielt die Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16/12.

Hochmoderne Schutzausrüstung

Auf Rudolf Prager folgte 1995 Gerd Lehl, der Aufgrund interner Differenzen im Juni 2000 als Kommandant zurück- und aus der Feuerwehr austrat. Von der Stadt wurden in dieser Zeit eine neue Drehleiter DLK 23-12 gekauft und die damals hochmoderne Schutzkleidung Bayern 2000 wurde eingeführt. Seither leitet Klaus Knaupp die Geschicke der Wehr. Wie alle seine Vorgänger versucht auch er die Schlagkraft der Wehr zu verbessern, Fahrzeuge und Ausrüstung auf einem aktuellen Stand zu halten und Neuerungen, die die Arbeit der Feuerwehr erleichtern, einzuführen. So erhielt die Wehr 2003 einen Versorgungs-LKW als Ersatz für den Mercedes Kastenwagen aus den frühen 70iger Jahren und auch der Unimog Schlauchwagen hatte ausgedient, da zur ständigen Beladung des Versorgungs-LKWs zwei Rollcontainer mit je 500m B-Schlauch und einer mit einer Tragkraftspritze FPNP 10/1000 gehören. Auch ein neuer Tragkraftspritzenanhänger konnte 2003 in Dienst gestellt werden. Zusammen mit dem V-LKW dient er zum Aufbau einer leistungsfähigen Löschwasserförderstrecke bei entsprechenden Einsatzlagen, wie z.B. bei Großbränden in der historischen Altstadt von Weißenburg. Ein solcher Großbrand war der Brand der Buchhandlung Meyer im Mai 2008. Bei diesem wurden zwei Schlauchleitungen mit jeweils 500 m Länge vom Seeweiher bis zum Brandobjekt verlegt und das, zur erfolgreichen Brandbekämpfung notwendige, Löschwasser darin gefördert. 2006 und 2009 erhielt die Wehr jeweils ein neues Mehrzweckfahrzeug, wovon das zuerst erhaltene den Ford Transit ablöste und das zweite das VW-Bus MZF aus dem Jahre 1987.

Stetige Fuhrparkerneuerung

2014 konnte ein Löschgruppenfahrzeug LF 20, 2016 ein Verkehrssicherungsanhänger und 2017 ein Tanklöschfahrzeug TLF 4000 SL in Dienst gestellt werden. Ebenfalls 2017 erhielt die FF Weißenburg vom Freistaat Bayern einen Gerätewagen Logistik mit einem Beladungssatz Modularer Gerätesatz Hochwasser. Einen ELW 1 kaufte die Stadt Weißenburg 2019. Dieses Fahrzeug ist mit modernster Funk- und Kommunikationstechnik ausgestattet. So gehören neben den vier festeingebauten Fahrzeugfunkgeräten und den sechs Handfunkgeräten Internet, Fax und Telefonanlage zur Ausstattung. 2020 konnte der RW 2 aus dem Jahre 1989 durch einen neuen RW ersetzt werden. Der RW 2 wurde zusammen mit dem ebenfalls ausgesonderten Lichtmastanhänger, wie schon das TLF 16/25, an unsere ukrainischen Kameraden abgegeben. Die Übergabe erfolgte im Februar 2020, unmittelbar bevor die Corona Pandemie Deutschland erreichte und auch den üblichen Jahresablauf mit Übungen und Vereinsveranstaltungen durcheinanderwirbelte. Auch auf dem Gelände in der Schlachthofstraße hat sich in den letzten Jahren einiges getan: So baute die Stadt 2012 die dringend benötigte zweite Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen. Die sogenannte Schlachthofvilla wurde abgebrochen und der Übungshof umgestaltet. In die beiden Fahrzeughallen wurden eine Abgasabsaugungsanlage und eine Drucklufterhaltungsanlage für die Fahrzeuge installiert. Nach zwanzig Jahren hatte die 1998 eingeführte Schutzkleidung Bayern 2000 bei der Weißenburger Wehr ausgedient, denn die Stadt Weißenburg stattete die komplette Mannschaft mit einer neuen, in der Schutzwirkung und im Tragekomfort wesentlich besseren Schutzkleidung der Firma Rosenbauer aus.

Standarte

Nach 140 Jahren hatte die „fahnenlose“ Zeit auch bei der Feuerwehr Weißenburg ihr Ende. Pünktlich zum 140jährigem Jubiläum erhielten wir 2007 aus den Händen des damaligen Oberbürgermeisters Reinhard Schwirzer unsere sehr schöne Standarte.

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Kreiseinsatzzentrale

Nachdem 2012 die Alarmierung der Feuerwehren von der Polizei auf die Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd übergegangen war, war die bis dahin im Auftrag des Landkreises Weißenburg – Gunzenhausen im Wechsel mit den Kameraden der Feuerwehr Gunzenhausen betriebene Nachalarmierungsstelle Florian Weißenburg nicht mehr notwendig und beide wurden aufgelöst. Am Standort Weißenburg wurde nach der Auflösung jedoch vom Landratsamt die Kreiseinsatzzentrale eingerichtet. Sie führt bei zeitunkritischen Einsatzlagen, wie z.B. Starkregenereignisse, Stürmen oder anderen Wettergeschehnissen, die Einsätze der Feuerwehren notwendig machen, im gesamten Landkreisgebiet die eingesetzten Wehren, teilt sie den Einsatzstellen zu und hält den Kontakt zur ILS.

Der Verein

Aufgrund einer Änderung im Bayerischen Feuerwehrgesetz gibt es seit 1967 neben der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg auch den Verein Freiwillige Feuerwehr Weißenburg e. V. Dessen Hauptaufgabe besteht darin, die Mannschaft für die öffentliche Einrichtung Freiwillige Feuerwehr Weißenburg zu stellen, neue Mitglieder zu werben, die Kameradschaft zu pflegen und das angesammelte Vereinsvermögen zur Unterstützung der Feuerwehr einzusetzen. Bis 1991, als Rudolf Prager zum Kommandanten gewählt wurde, wurde das Amt des Vereinsvorsitzenden immer in Personalunion vom jeweiligen Kommandanten übernommen. Als Hubert Jaschke 1991 als Kommandant nicht mehr zur Wahl antrat, wurde er jedoch für die Zeit bis 1996 zum Vorsitzenden des Vereines gewählt. Von 1996 bis zu seinem Austritt aus der Wehr 2000 führte Gerd Lehl wieder Feuerwehr und Verein in einer Person. Im August 2000 wurde Klaus Höhne zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Er hatte dieses Amt bis 2018 inne. In seiner Zeit als Vereinsvorsitzendem fielen auch die Feierlichkeiten zum 150jährigen Gründungsjubiläum der Feuerwehr Weißenburg. Zu diesem Anlass war auf dem Kirchweihplatz ein Bierzelt aufgebaut und die Wehr konnte zusammen mit der Bevölkerung Weißenburgs ein Konzert der Big Band der Bundeswehr erleben. Der Bezirksfeuerwehrtag der mittelfränkischen Feuerwehren, ein Treffen aller besonderen Feuerwehrführungskräfte (dies sind die Leiter der Berufsfeuerwehren, die Kreis- und Stadtbrandräte, sowie die Kreis- und Stadtbrandinspektoren aus ganz Mittelfranken) fand ebenso wie ein großer Festzug durch die Weißenburger Altstadt statt. Nach 18 äußerst erfolgreicher Jahre als Vorstand trat Klaus Höhne 2018 nicht mehr zur Wahl an und Tobias Kamm wurde sein Nachfolger.

Schlusswort

Nun bin ich am Ende meines Aufsatzes über die Entwicklung unserer Wehr angekommen. Ich hoffe man konnte den stetigen Willen der Stadt, ihre Feuerwehr stets auf der Höhe der Zeit zu halten, erkennen. Für die Zukunft wünsche ich der gesamten Wehr, dass wir von unseren Einsätzen immer gesund und wohlbehalten ins Geräthaus zurückkehren. Weiterhin als gute Kameraden gemeinsam die Geschicke der Wehr positiv lenken und die wichtige Aufgabe, neue Mitglieder, die Freude am Feuerwehrdienst haben, anwerben zu können. Das sehr gute Verhältnis zu den Kameraden der Ortsteilfeuerwehren und den Führungskräften des Landkreises weiter zu vertiefen. Mit dem Wissen, dass der gesamte Stadtrat mit dem Oberbürgermeister an der Spitze, seit Jahren die notwendigen Beschaffungen wohlwollend beschließt und damit die Notwendigkeit zur Vorhaltung leistungsfähiger Feuerwehren nicht nur mit Worten, sondern in Taten umsetzt und somit die Weißenburger Feuerwehren am Leben erhält, können wir auch in Zukunft gemäß dem Motto der Feuerwehren:

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“

unseren Mitbürgern schnelle Hilfe bringen und professionell

RETTEN - LÖSCHEN - BERGEN - SCHÜTZEN

 


Verfasser

SBI Klaus Knaupp


Klaus Knaupp
Kommandant und Stadtbrandinspektor

im Januar 2021

Kontakt

Freiwillige Feuerwehr Weißenburg
Schlachthofstraße 11
91781 Weißenburg in Bayern
   09141 5086
  info@feuerwehr-weissenburg.de

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