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 Feuerwehr WeißenburgEinsätzeEinsätze 2008 09.01.2008 "Kabelbrand Fotovoltaikanlage "


Bericht Weißenburger Tagblatt
Bilder Feuerwehr

 

 

Kabelbrand in Fotovoltaikanlage, Holzingen

Zeit:

09.01.2008
10:53 Uhr - 12:05 Uhr

Ort:

Holzingen

Art:

Mittelbrand

Fahrzeuge:

MZF , LF 16/12 , DLK 23/12 cc , TLF 16, VLKW

Personal:

27 FFW Weißenburg

FFW Holzingen
FFW Kattenhochstatt
FFW Emetzheim
FFW Weimershheim

Fotovoltaikanlage brannte

HOLZINGEN (Stephan, WT) – Ein Kabelbrand in den Leitungen einer Fotovoltaikanlage hat gestern in Holzingen für einen Großeinsatz der örtlichen Feuerwehren gesorgt. Rund 60 Feuerwehrmänner der Wehren aus Weißenburg, Emetzheim, Kattenhochstatt, Weimersheim und Holzingen waren im Einsatz. Die Floriansjünger hatten es dabei mit einem Novum zu tun. Erstmals gab es ein Feuer im Zusammenhang mit einer auf dem Dach installierten Fotovoltaikanlage.

Ein Kurzschluss im System hatte einen Kabelbrand in der Anlage auf dem Scheunendach verursacht. Zwar war der Flammenherd überschaubar, dafür aber weder mit Wasser noch mit einem CO2-Löscher in den Griff zu bekommen. Klaus Knaupp, Kommandant der Weißenburger Wehr: „Dass es solche Probleme bei Fotovoltaikanlagen gibt, ist bekannt, wir hatten so etwas aber hier das erste Mal.“ Die Schwierigkeit für die Feuerwehr: Die Anlage ist nicht abzuschalten. Solange die Sonne scheint produzieren die Zellen fleißig Strom und leiten diesen im Falle einer Fehlfunktion als Energie in den Brandherd. Der Brand wird so quasi unlöschbar. Zwar gibt es einen Hauptschalter für die Anlagen, der trennt aber nur die Verbindung zum Hauptnetz, in das die Module ihren grünen Strom speisen.

Die Feuerwehr musste schließlich die Leitungen auf dem Dach abzwicken und so die Verbindung der Fotovoltaikmodule zum Kurzschluss kappen. Nach knapp zwei Stunden war der Kabelbrand unter Kontrolle gebracht. An der Scheune entstand kein größerer Schaden. Inwieweit die Fotovoltaikanlage beschädigt ist, klärte am Nachmittag der Fachbetrieb, der die Module auch installiert hatte.

Die schnelle Alarmierung der Feuerwehr durch den Besitzer der Scheune verhinderte Schlimmeres. Und auch der Zufall stand Pate. Das glühende Isoliermaterial der brennenden Kabel fiel auf Beton, wären die Funken im Heu gelandet, dann wäre ein Großbbrand wohl kaum zu verhindern gewesen.

(Bericht des Weißenburger Tagblatts vom 10.01.2008 )

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letzte Änderung: 12.01.2008