Advents- und Weihnachtszeit - Tipps, damit nur die Kerzen brennen
Die Weißenburger Feuerwehr wünscht Ihnen eine schöne Weihnachts- und Adventszeit. Damit wirklich nur die Kerzen brennen, und nicht der Weihnachtsbaum, der Adventskranz und vielleicht sogar die ganze Wohnung haben wir für Sie die Tipps der Bundesgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und Paulinchen e.V. auf unserer Webseite www.feuerwehr-weissenburg.de online gestellt:
Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und Paulinchen e. V. geben Tipps für eine sichere
Adventszeit
Bonn, 30.11.06.
Kerzen an zur Advents- und Weihnachtszeit
und schon leuchten die Kinderaugen! Brennende Kerzen
bergen jedoch auch eine große Gefahr. „7.000 Kinder werden
jedes Jahr in Deutschland durch Verbrennungen und
Verbrühungen schwer verletzt – viele in der Weihnachtszeit“,
berichtet Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e.V.
„Deshalb rät die BAG Mehr Sicherheit für Kinder zu einigen
einfach zu beherzigen Sicherheitsvorkehrungen. So kann jede
Mutter und jeder Vater das Risiko einer Brandgefahr in der
Advents- und Weihnachtszeit wirkungsvoll senken, “ sagt
Stefanie Märzheuser, BAG-Präsidentin und Kinderchirurgin an
der Berliner Charité.
Große Kerzen und feste Untersetzer
- Verwenden Sie dicke Kerzen für den Adventskranz und
sorgen Sie für eine sichere Befestigung auf dem Kranz.
- Stellen Sie den Kranz auf eine stabile, feuerfeste
Unterlage (Ton/Glas/Stein)
- Stellen Sie den Weihnachtsbaum in einen stabilen mit
Wasser gefüllten Ständer. Sichern Sie große Bäume
gegen Umfallen durch festbinden.
- alten Sie in der Advents- und Weihnachtszeit immer
einen Eimer mit Löschwasser oder einen Feuerlöscher
bereit!
- Wechseln Sie die Kerzen rechtzeitig aus, bevor sie
vollständig niedergebrannt sind.
Die Umgebung sichern
- Achten Sie auf einen Sicherheitsabstand der
brennenden Kerzen von mindestens 30 cm zu
Dekorationsmaterial, Regalen und allen brennbaren
Gegenständen.
- Besonders am Weihnachtsbaum dürfen die Kerzen nie
direkt unter einem Ast oder Dekorationsmaterial
angebracht werden. Noch 10 cm über einer Kerze
herrscht eine Temperatur von 400°C!
- Denken Sie daran, dass Adventskränze/-gestecke und
der Weihnachtsbaum durch die beiheizten Räume
schnell austrocknen. Es entsteht eine harzhaltige
Gasglocke um die Zweige, die sich explosionsartig
entzünden kann. Das Brandrisiko erhöht sich von Tag zu
Tag.
- Wechseln sie bei Gestecken trockene Zweige gegen
frische aus.
- Vermeiden Sie Zugluft!
So schützen Sie Ihre Kinder wirkungsvoll
- Üben Sie so früh wie möglich zusammen mit Kindern den sicheren Umgang mit dem Feuer.
- Kinder dürfen Kerzen immer nur im Beisein von Erwachsenen anzünden.
- Lassen Sie Kinder niemals mit brennenden Kerzen alleine.
- Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zündeln Sie nicht mit Adventszweigen, nur weil es so gut riecht.
- Achten Sie darauf, dass Kinder nicht über brennende Kerzen fassen.
- Wunderkerzen gehören nicht in Kinderhände und nicht an den Weihnachtsbaum!
- Bewahren Sie Feuerzeuge und Streichhölzer immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf!
Sicher anzünden und löschen
- Zünden Sie immer die Kerzen oben am Baum zuerst an und Löschen Sie die Kerzen von unten nach oben!
- Löschen Sie vor dem Verlassen des Raumes alle Kerzen
- Prüfen Sie besonders in der Weihnachtszeit, ob wirklich
alle Kerzen gelöscht sind, wenn Sie das Haus bzw. die Wohnung verlassen – Kerzendochte können nachglühen.
- Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf
elektrische Lichterketten umsteigen. Achten Sie darauf, dass die Lichterketten mit einem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit versehen sind.
Erste Hilfe bei Verbrennungen
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung, sollten die
verletzen Stellen zehn Minuten lang mit Wasser gekühlt
werden, das nicht kälter als 15 °C ist. Die nicht betroffenen
Körperregionen sollten dagegen warm gehalten werden. Rufen
Sie unter 112 den Notarzt und bleiben Sie bei Ihrem Kind bis
Hilfe eintrifft.
Zur Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für
Kinder e.V.
Die BAG in Bonn ist ein bundesweit tätiger Verein. Mitglieder
sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie
Rettungsorganisationen und technische Dienstleister.
Hauptsponsor ist Penaten, eine Marke des Unternehmens
Johnson und Johnson. Die BAG setzt sich dafür ein,
Kinderunfälle zu reduzieren und innovative
Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit zu entwickeln.
Zu Paulinchen e.V. – Elterninitiative brandverletzte Kinder
Paulinchen e.V. wurde 1993 gegründet, um Familien nach
Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen ihrer Kinder zu
beraten, bei Problemen in der Rehabilitationszeit zu helfen sowie präventiv auf die Unfallursachen hinzuweisen. Der Verein arbeitet bundesweit und wurde 1998 mit einem
Anerkennungspreis des Hanse-Merkur-Preises für Kinderschutz und dem Preis „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“ der Kroschke-Stiftung ausgezeichnet.
Paulinchen e.V. ist Gründungsmitglied der BAG Mehr Sicherheit für Kinder. Prävention von Kinderunfällen ist das gemeinsame Anliegen.
Internet: www.kindersicherheit.de und www.paulinchen.de
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